Schweppermannsbote September 2021
24 Schweppermannsbote Verein für Gartenbau und Landespflege Die Gewinner erhielten pro Sieg einen Punkt, so dass am En- de die Mannschaft „A“ Endsieger wurde und sich als erste einen Preis aussuchen durfte und außerdem noch eine Urkun- de erhielt. Alle anderen Teilnehmer erhielten ebenfalls Preise. Am Ende hatten die Kinder immer noch nicht genug, so dass noch zwei große Mannschaften zu einem Endspiel antraten. Alles in allem ein gelungenes Ferienprogramm, bei dem alle ihren Spaß hatten und das nach Wiederholung verlangt. Habsberg-Radtour Der Verein für Gartenbau und Landespflege Kastl e.V. unter- nahm am 27.06. eine Radtour zum Habsberg. Dort betreibt seit 2007 der Landkreis Neumarkt am Fuße des Habsberges sein Umweltbildungs- und Regionalentwick- lungszentrum. Wir hatten uns für eine Führung durch den Bauerngarten an- gemeldet. Vorab gab es Informationen zur Entstehungsge- schichte des Hauses Habsberg. Wie die rund 2 Hektar große Fläche aufgeteilt ist, worauf Wert gelegt wird und wie viele Versuche es gab, hier Pflanzen anzusiedeln, da am Habsberg ein raues Klima herrscht und viele Pflanzen nicht wachsen wollten. Im Bauerngarten gab es alte Kulturpflanzen zu entdecken wie eine Zuckerwurzel, die früher zum Süßen benutzt wurde. Eine Haferwurzel, die durch ihr hübsches äußeres alleine schon ein Blickfang war. Eine alte Spinatpflanze, der gute Heinrich, der früher in den Wiesen wuchs. Ein Hauptaugenmerkt ist auch hier, alte Pflanzensorten wieder zu kultivieren und wo es alte Sorten zu beziehen gibt. Alles in allem war es ein schöner, kurzweiliger, interessanter Nachmittag am Habsberg. Pfiffige Tipps für den eigenen Garten vom Gärtner- meister der Regens-Wagner Lauterhofen Am 2. Juli besuchten 12 Mitglieder des Gartenbauvereins Kastl die Gärtnerei der Regens-Wagner-Einrichtung in Lau- terhofen. Gärtnermeister Gerhard Goletz nahm sich dafür Zeit. Sein Fachwissen erwarb er sich durch seine Berufserfah- rung und durch seine vielfältigen Tätigkeiten u. a. im Botani- schen Garten in Regensburg und im Himalyapark Wiesent. Er erzeugt nicht nur exzellente Gemüsewaren sondern auch außergewöhnliche Stauden z. B. die Amerikanische Arnica (Arnica chamissonis), die wesentlich robuster ist als unsere heimische Art (Arnica montana), aber die gleichen Wirkstoffe besitzt. Er kennt alle Wildkräuter, die in seinem Garten wach- sen und lebt mit diesen im Einklang. Vielfältige Stauden und Gründüngungsflächen spielen für eine ertragsreiche Ernte eine Rolle. Die Erdbeerbeete haben uns besonders inspiriert, da hier eine verwilderte Erdbeerpflanzung mit Ablegern wieder auf Vor- dermann gebracht wurde. Diese Pflanzen werden ergänzt durch die Sorte Elsanta und man mag es kaum glauben, der Sorte „Corona“, die aber wirklich hervorragend schmeckt. Die Mitglieder testeten mit Freude und waren angetan vom exzellenten Erdbeergeschmack. Natürlicher Pflanzenschutz wird betrieben z. B. mit Natron und Wasser gegen Mehltau oder Mischkulturen, auch darüber informierte uns Herr Goletz. Vorbei an den reichhaltigen Ge- müsebeeten ging es ins Gewächshaus zu Gurken, Tomaten und Paprika. Auch hier verblüffte uns sein Wissen wieder einmal. Beim Entgeizen der Tomaten sollte ein Stumpen ste- hen bleiben, damit an der Achsel nicht noch einmal ein Aus- trieb erfolgt. Auch das Aufziehen von drei Trieben bei Toma- ten überraschte uns. Die reichhaltigen Erträge vor unseren Augen überzeugten uns, diese Anwendungen zuhause auszu- probieren. Herr Goletz vor seinen außergewöhnlichen Stauden Die Erdbeerbeete. Im Hintergrund die Gründüngung
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