8 Ein weiterer Defibrillator ist bereits für die Inbetriebnahme am Feuerwehrhaus in Pfaffenhofen vorgesehen. Nach 2 Jahren wurde Bilanz beim Projekt: „Klimaneutralität- und Biodiversitätssteigerung“ gezogen. Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und der Markt Kastl tauschten ihre Erfahrungen aus Vor rund 2 Jahren wurde das Projekt Klimaneutralität- und Biodiversitätssteigerung in Kastl in Zusammenarbeit mit dem Fachzentrum für Energie und Landtechnik (FEL) in Triesdorf als Projektträger ins Leben gerufen. Das Ganze wird von Franziska Sippl vom FEL betreut. Ziel war es, Kommunen, Unternehmen und die beteiligten Landwirte auf dem Weg zur Klimaneutralität und der Erhöhung der Biodiversität zu unterstützen. In Kastl war die Gemeinde, ein Pharmaunternehmen und drei Landwirte mit dem Projekt beteiligt. In Gunzenhausen neun Kommunen, elf Unternehmen und fünf Landwirte. Ferner noch der Naturpark Hirschwald und der Landschafspflege Mittelfranken. Die Baywa AG nimmt die Bodenproben und kümmert sich um die Anerkennung der Nachhaltigkeitszertifikate. Mit diesen Zertifikaten können die Projektpartner ihr Nachhaltigkeitsengagement dokumentieren. Aber es ist ein steiniger Weg zur CO2 Neutralität. Wie Norbert Bleisteiner aus Kastl erläuterte, ist die Öffentlichkeitsarbeit für Aktionstage, z.B. Heckenpflege oder Baumpflanzungen wichtig, um bei den Bürgern die Wertschätzung für das Projekt zu erhöhen. Aus Sicht des Landwirts ist es wichtig, dass die Flächen beprobt (Humuszuwachs je Jahr 1-2 mm), die landwirtschaftlichen Maßnahmen beobachtet und die Ergebnisse nachvollziehbar sind. Von der finanziellen Seite ist es ein langer Weg, bis CO 2 Zertifikate ausgestellt werden können, die verkauft werden können. Johannes Hüttner, Landwirt und Heizwerkbetreiber aus Kastl meinte, dass manche Biodiversitätsmaßnahmen, z.B. Heckenpflege schwierig sind. Unklare Besitzverhältnisse und Zuständigkeiten (Naturschutz), ob Bäume oder Hecken, die auf Stock gesetzt werden, Eigentümer, die vor Neupflanzungen zurückschrecken, aus Angst, dass man sich ein neues Biotop aufhalst und neue amtliche Auflagen bekommt, bremsen die entstandene Euphorie. Außerdem spielt der Klimawandel beim Humusaufbau eine große Rolle, der von den Landwirten durch ihre Bewirtschaftung nicht wesentlich beeinflusst werden kann. Bürgermeister Stefan Braun aus Kastl meinte ebenfalls, dass viele Landwirte bei Maßnahmen zur Steigerung der Biodiverbesiegelt. Es ist geplant bis 2025 rund 400 Hausanschlüsse mit einem Tempo von bis zu 1Gbit/s zu erstellen. Die Telekom wird rund 88 km Glasfaser verlegen und 8 neue Verteiler aufstellen. Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Arbeiten und Lernen zu Hause, Video-Konferenzen, Surfen und Streamen gleichzeitig möglich sind. Die Ansprüche der Bürger an ihren Internetanschluss steigen ständig. Breitbandanschluss ist so wichtig, wie Wasser und Stromanschlüsse, so Stefan Braun. Mit der Telekom haben wir einen starken Partner gewonnen, der unserer Gemeinde einen digitalen Standortvorteil verschafft und Kastl als Wohn- und Arbeitsplatz noch attraktiver macht. Wie der Vertreter der Telekom mitteilte, gibt es zwar schon Verteiler für Glasfaseranschlüsse, die Hausanschlüsse gehen aber noch über Kupferkabel, die die Internetgeschwindigkeit herabsetzen. Deshalb ist es notwendig, die Glasfaseranschlüsse vom Verteiler auch in die Häuser zu bringen. Dies setzt allerdings das Interesse und die Genehmigung der Grundeigentümer voraus. Auch Mieter von Wohnungen können mit dazu beitragen- indem sie den Eigentümer motivieren. Das Ganze ist keine billige Angelegenheit, denn 1 km Glasfaserleitung kostet rund 85.000 Euro. Bürgermeister Stefan Braun dankte in diesem Zusammenhang dem Freistaat Bayern für die hohen Zuschüsse zur Breitbandversorgung der Bevölkerung, die in einem modernen Staat Grundvoraussetzung für wirtschaftlichen Wohlstand ist. Neuer Defibrillator auf dem Kastler Marktplatz in Betrieb genommen Neben dem bereits bestehenden Defibrillator in der Raiffeisenbank in Utzenhofen, konnte ein weiterer öffentlichzugänglicher Defibrillator in Betrieb genommen werden. Direkt am Infostand des Marktplatzes Kastl steht nun der kleine elektrische Lebensretter für den Notfall für die ganze Bürgerschaft und Besucher rund um die Uhr bereit. Unterzeichneten gemeinsam den Vertrag über den letzten Ausbau des schnelleren Internets in Kastl mit Glasfaseranschlüssen in die Häuser. Von li. Enrico Delfino von der Telekom, Bürgermeister Stefan Braun, Constantin Habel von der Breitbandberatung.
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