30 Eine Eigenstrom PV-Anlage mit 12 kWpeak mit Pufferspeicher komplettiert das Konzept. Es sei essenziell, sich frühzeitig über das Thema Wärme Gedanken zu machen und im Wegfall einer Wärmequelle einen Plan B zu haben. Mit diesem Engagement und dem Aufbau des Mikrowärmenetzes, gäbe es wohl das heute Nahwärmenetz in Kastl nicht, betonte Stefan Braun, Bürgermeister von Kastl. Es habe den Mitgliedern und auch anderen Bürgern die Effektivität und Funktionalität einer solchen Wärmegewinnung gezeigt. Die Akzeptanz sei so um ein Vielfaches höher gewesen. Das Engagement des TuS Kastl sei einzigartig und beschreibe den sogenannten „Kastler-Weg“. Das bedeute, so Braun weiter, kleine Schritte zu gehen, um dann am Ende etwas Großes zu erreichen. Auch Barbara Hernes resümierte, dass jeder einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten könne, auch im privaten Bereich. Der BLSV stelle nicht nur Fördergelder zum Sportstättenneubau zur Verfügung, so Hernes, sondern man habe während ihrer Amtszeit nun auch Förderrichtlinien angepasst, um verstärkt Projekte mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit zu unterstützen. „Einfach anfangen und kleine Schritte gehen, sich nicht übernehmen, dann kann man etwas Großes erreichen“, betont auch Lisa Müller, Vorstandsmitglied des TuS Kastl. Vor allem brauche man aber auch die Macher, die Dinge umsetzten, so Norbert Bleisteiner. Beim TuS Kastl kümmert sich Herbert Schneeberger als Technischer Leiter um die Anlagen und deren Wartung. Durch ihn kamen viele Impulse zur Reduzierung von Strom und Wasser. Vor allem sei auch die Schonung der Ressource Mensch ein wichtiger Faktor, um die Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit eines Vereins zu verbessern. Die Herangehensweise von Problemlösungen sei entscheidend. Als Beispiel nannte er die Reduzierung des Warm-Wasserverbrauchs. „Statt der Anschaffung eines größeren Wärmeboilers und somit einem Mehraufwand an Strom, entschieden wir uns für den Einbau Durchfluss begrenzter Armaturen“, erläuterte Schneeberger. Aber auch die soziale Nachhaltigkeit ist Baustein des Vereins. So war die Location zum Beispiel Standort für das diesjährige Johannisfeuer, die Schule hielt dort ihr Sportfest ab oder auch die Studenten der Polizeihochschule nutzen regelmäßig den Tennisplatz. Nicht nur die guten Kooperationen mit anderen Vereinen und Einrichtungen sei ein wichtiger Faktor, auch die pragmatische und einfache Zusammenarbeit mit der Gemeinde trage zum Erfolg bei. Man sei für die Zukunft in allen Bereichen gut aufgestellt, so das Schlussfazit von Norbert Bleisteiner. © Verena Baumer Judo Girls aus Kastl und Lauterhofen auf den Treppchen Am Sonntag, 20. September 2025 fand in Wörth an der Donau das 5. Ranglistenturnier des Jahres 2025 der Altersgruppen M/F U11 statt. Veranstalter war der BJV, Bezirk IV/ Oberpfalz, ausgerichtet wurde das Turnier vom TSV 1873 Wörth a.d. Donau in der Schulturnhalle. Nach einer rund halbjährigen Wettkampfpause stellten sich auch die Judokas aus Kastl (TuS Kastl 1924 e.V.) und Lauterhofen wieder der Herausforderung. Hintergrund: Aufgrund der neuen Wettkampfordnung 2025 und der Graduierungsordnung konnten sie seit Februar an keinen offiziellen Turnieren teilnehmen. Erst am letzten Schultag vor den Sommerferien hatten alle Wettkämpferinnen die Voraussetzungen für den Start erfüllt – mit dem erfolgreichen Bestehen der Gelbgurtprüfung. Umso erfreulicher fielen nun die Ergebnisse aus: • Yvi Olbotora und Sarah Meier erkämpften sich jeweils die Silbermedaille. • Greta Uhlmann, Mia Federl sowie Siiri Menke belegten starke 3. Plätze. • Juli Menke erreichte einen respektablen 4. Platz. Unter der engagierten Betreuung von Assistenztrainer Sebastian Federl zeigten die jungen Judogirls aus Lauterhofen, dass mit ihnen auf den Matten der Oberpfalz in Zukunft fest zu rechnen ist. Trainer Uwe Heidbüchel und das ganze Betreuerteam zeigten sich stolz über die Leistungen: „Unsere Mädchen haben nach der langen Pause nicht nur technisch, sondern auch kämpferisch überzeugt. Diese Motivation nehmen wir mit in die nächsten Turniere.“ Wer Lust hat, Judo einmal selbst auszuprobieren, ist beim TuS Kastl herzlich willkommen: Training für Mädchen und Jungen findet jeden Donnerstag von 16:45 bis 18:15 Uhr in der kleinen Turnhalle der Grund- und Mittelschule Lauterhofen statt. Judo-Kids von der Schulsport-AG 2023/2026 – „Sport nach Eins“ auf Erfolgskurs! Vier unserer Mädchen aus der ersten Schulsport-AG-Gruppe beim Randori-Techniklehrgang mit Wettkampfcharakter in Parsberg (Landkreis Neumarkt i.d. Opf.) am Start – und das mit großartigen Ergebnissen! Juli Menke sicherte sich überraschend den 1. Platz, Romy Christophel, Emilia Werachowski und Siiri Menke erreichten jeweils den 2. Platz in ihren Gewichtsklassen. Der Begriff „Randori“ stammt aus dem Japanischen und bedeutet wörtlich „freies Üben“. Im Judo beschreibt Randori eine Trainingsform, bei der zwei Partner ihre Techniken in
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