24 Einen Wald zu pflegen, ihn aus einem armen in einen hoffnungsvollen und zukunftsfähigen Zustand zu versetzen, kann einen stolz machen, mit großer Befriedigung und Vorfreude, ja ich möchte fast sagen ehrfürchtigem Segen erfüllen. Das braucht keine übermenschlichen Anstrengungen, sondern kontinuierliche kleine aber feine Schritte, wo man sich nicht überarbeitet und die Freude dran verliert, sondern einfach „den Weg gehen“. Auf einen Berg springt man auch nicht mit einem Satz, sondern mit tausend Schritten. Man darf auch mal rasten und einen Schluck Bergwasser trinken, ein paar Heidelbeeren oder Zirbelnüsse sammeln und sich stärken… und dann geht es weiter. Man muss nicht hetzen, aber man darf auch nicht ewig rasten. Man kann über die Mühsal des bergaufgehens schimpfen oder sich an der tollen Luft, dem Vogelgezwitscher, den bunten Blumen, dem Anblick des kreisenden Adlers, der weghuschenden Bergeidechse, dem wachsamen Murmeltier, der warmen Brise, dem idyllischen Kuhglockengebimmel und dem ehrfurchtgebietenden Bergwald erfreuen. „Nimm es als Qual und es ist Qual – nimm es als Freude und es ist Freude.“ Wir entscheiden jeder selbst, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten und welches Ziel wir uns setzen. Das gilt im Wald wie überall im Leben. Die Welt ist voller Wunder - und in der Natur, ich möchte sogar sagen, besonders in der Waldnatur, erleben wir sie am Deutlichsten. Wir müssen nur hinschauen! Das Schöne am eigenen Wald ist, dass man mit Dankbarkeit und Maß, mit Voraussicht und Ehrfurcht guten Gewissens auch Nutzen daraus ziehen darf. Immer bewusst, dass es auch mal mehr und mal weniger sein kann. Fette und magere Jahre gabs und gibt’s nicht nur im biblischen Ägypten. Ich kenne keinen anderen Wirtschaftszweig wo man Wirtschaften und Bewahrung der Schöpfung so nahe zusammenbringen kann, wie im Wald. Käseglockennaturschutz einerseits und „den letzten Cent herauspressen“ andererseits sind beides von Übel. Manchmal ist weniger Ertrag (Verzicht auf Teileinnahmen aus gutem Grund an der ein oder anderen Stelle oder ein bisschen Mehrausgaben für besonders schonendes Arbeiten) langfristig mehr wert, als die schnelle Einnahme. Und manchmal bekommt das Umschneiden der richtigen Bäume zur richtigen Zeit dem Wald besser als das Nichtstun und macht ihn zukunftsfähig. So, jetzt bin ich aber ein bisschen vom eigentlichen Pfad abgekommen: Mir war es wichtig heute den Blick mal WEIT (auch über die eigene Lebensspanne hinaus) in die Zukunft zu richten und sich klar zu machen, dass es auch eine Zeit nach dem Starkholz, der üppigen Vorräte und Nutzungsmöglichkeiten geben wird. Aber auch diese Zeiten sind wichtig, haben ihren Sinn und sollen uns nicht die Freude und Lust am Wirtschaften im eigenen Wald vermiesen, sondern auch die sind nur ein Durchgangsstadium. HEUTE können wir Einfluss drauf nehmen, wie wir in dieses Durchgangsstadium hineingehen werden – und dementsprechend haben wir (bzw. unsere Kinder) es dann „schöner“ oder eben auch „schwieriger“. Bereiten wir uns drauf vor, bereiten wir unsere Kinder darauf vor, bereiten wir unseren Wald darauf vor. Lisa Wingate sagte einmal: „Du kannst die Zukunft nicht vorhersehen, aber du kannst dafür sorgen, dass du bereit bist, wenn sie kommt.“ Mit freundlichen Grüßen Michael Bartl, Forstrevier Kastl Fortsetzung und Informationen vom KDFBZweigverein Kastl über unseren Verband und die Vorteile für unsere Mitglieder Durch die Mitgliedschaft beim KDFB gibt es ermäßigte Teilnahme an unseren Bildungsveranstaltungen ermäßigten Eintritt bei den Frauenfilmabenden im Filmstudio Eichstätt ermäßigte oder kostenlose Teilnahme an Eltern-KindGruppen in Trägerschaft der KDFB Zweigvereine kostenlose Teilnahme an Eltern-Kind-Praxisabenden im Frühjahr und Herbst Ermäßigung auf die Eintrittspreise der Thermen in Bad Birnbach, Bad Griesbach und Bad Füssing Vergünstigte Beratung beim VerbraucherService Bayern e.V., VSB Beratungsstelle Ingolstadt. Tel. 0841/9515999-0. Näheres hierzu zum Verbraucherservice: Der VerbraucherService Bayern (VSB) ist eine Organisation des Katholischen Deutschen Frauenbundes mit 150.000 Mitgliedern in Bayern. Der VSB ist Mitglied im Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände und eng vernetzt mit anderen Organisationen und Verbänden. Der Verband bietet Beratung und Information zu verschiedenen Verbraucherthemen an; unter anderem zu den Themen Ernährung, Haushaltsführung, Verbraucherrecht, Datenschutz, Energie und nachhaltiger Konsum. Dazu gibt es in Eichstätt eine Anlaufstelle, die oft im Rahmen des KDFB vor Ort agiert. Das Angebot kann eine persönliche Beratung (auch telefonisch) sein oder im Rahmen von Vorträgen und Informationsveranstalungen stattfinden und/oder durch Ausgabe von Informationsmaterial erfolgen Für eine persönliche Beratung muss vorab telefonisch (0841 95159990) oder online (verbraucherservice-bayern.de) ein Termin vereinbart werden. Der VerbraucherService Bayern im KDFB ist unabhängig und wird von Katholischen Deutschen Frauenbund getragen. Frauenbund Kastl
RkJQdWJsaXNoZXIy MjYwMDQ=