Schweppermannsbote September 2025

26 Dank guter Planung kam nie Langeweile auf und dank der sehr engagierten Reiseleitung, die größtenteils vom Kassier Tobias Hueber übernommen wurde, war der Reiseablauf immer pünktlich im Zeitplan. Der erste Reisetag, Freitag 16.5., gehörte der jüngeren deutschen Vergangenheit, wir besuchten das „Deutsch-Deutsche Museum“ in Mödlareuth, etwa 20 km nördlich von Hof. Ähnlich wie in Berlin teilte die damalige innerdeutsche Grenze das Dorf streng in zwei Teile, deshalb wird Mödlareuth auch „Klein-Berlin“ genannt. Die ehemaligen Absperrungen sind zum Teil noch im Original erhalten und vermitteln einen bleibenden Eindruck, wie in das Leben der damaligen Bewohner vom Staat eingegriffen wurde. Wir hatten das Glück einen sehr guten Führer (damit ist nicht Hitler gemeint) zu haben, der sein Wissen über die damalige Zeit auch sehr gut in seinem Vortrag vermitteln konnte. Neben den ehemaligen Grenzanlagen gibt es noch eine kleine Ausstellung von Polizei- und Militärfahrzeugen aus der damaligen Zeit. So gegen 15:00 Uhr setzten wir die Reise zu unserem Hauptziel, Oberwiesenthal fort. Kurz nach 18:00 Uhr erreichten wir unser Hotel „Ahorn am Fichtelberg“, eine sehr große Anlage gleich unter der Fichtelberg Sprungschanze. Mangels Schnee verzichteten wir auf einen Sprung und ließen uns stattdessen von der Hotelküche verwöhnen. Die Verpflegung im Hotel war aller Ehren wert, alle Reiseteilnehmer waren voll des Lobes. Nach einem vorzüglichen Frühstück ging’s am zweiten Tag nordwärts zur Stadt und Schloss Augustusburg, nicht unweit von Chemnitz. So gegen 11 Uhr erreichten wir unser Tagesziel, das Schloss Augustusburg. Im Jahr 1568 beauftragte Kurfürst August I. von Sachsen den Bau des „Jagd- und Lustschlosses“, das in der kurzen Bauzeit von nur 4 Jahren fertiggestellt wurde. Angesichts der Ausmaße des Schlosses eine immense Leistung. Während bei den Gebäuden ordentlich geklotzt wurde, sind die Innenräume vergleichsweise bescheiden ausgestattet. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass das Schloss nicht ganzjährig bewohnt war. Wenn der Kurfürst für einige Monate im Jahr anreiste, brachte er den Hausstand jeweils mit, um die Wohnqualität im Schloss zu steigern. Die Führung durchs Schloss machte eine gut informierte junge Dame. Auf dem Weg durch das Schloss durfte natürlich auch ein Besuch der Schlosskirche nicht fehlen. Grenzanlage in Mödlareuth Militärlastwagen, ZIL, Baujahr 1961 Plan Schloss Augustusburg Eines der Eingangstore

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