36 Zusammenhalt in ländlichen Regionen? – Ein Forschungsprojekt zum Mitmachen Wie ist es eigentlich um den sozialen Zusammenhalt in ländlichen Regionen Bayerns bestellt und welche Ideen haben die Bürgerinnen und Bürger, um ihn zu stärken? – Das untersucht die Technische Hochschule Nürnberg bis 2026 in einem großen Forschungsprojekt in ganz Bayern. Gefördert wird das Heimatprojekt vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat. Worum geht es im Heimatprojekt Bayern? Sozialer Zusammenhalt: damit ist das konkrete soziale Miteinander vor Ort gemeint, das Gefühl von Zugehörigkeit und die Fragen des Gemeinwohls. Hier stehen ländliche Räume vor großen Herausforderungen: Demografischer Wandel, Digitalisierung, Mobilität, Energiewende – um nur einige gesellschaftliche Entwicklungen zu nennen. Aber gerade in ländlichen Räumen gibt es auch sehr viele Menschen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen und ein großes Interesse daran haben, den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Die Erscheinungsformen und Rahmenbedingungen sozialen Zusammenhalts in ländlichen Regionen werden im Projekt untersucht. In drei großen Bürgerbefragungen und vier Vertiefungsprojekten zu verschiedenen Aspekten des sozialen Zusammenhalts kommen Menschen aus allen Regionen zu Wort, aus Dörfern und Kleinstädten, Alteingesessene und neu Zugezogene, Alt und Jung: Die Themen der Bürgerbefragungen in den Jahren 2023 bis 2025: Stärke und Qualität des alltäglichen sozialen Miteinanders vor Ort (2023) Ortsverbundenheit und Gefühl von Zugehörigkeit (2024) Gemeinwohlorientierung und Engagement (2025 – Start am 17.09.2025) Die Themen der Vertiefungsprojekteprojekte: Wie kann sozialer Zusammenhalt dazu beitragen, zuhause alt werden zu können? Welche Faktoren bewegen junge Menschen dazu im ländlichen Raum zu bleiben? Welche Gründe sprechen für eine Rückkehr in den ländlichen Raum als Wohn- und Arbeitsort? Auf welche Weise trägt die lokale Kultur zum Zusammenhalt bei? Wer kann mitmachen – und wie? Zur Teilnahme sind die Bürger aller Kommunen eingeladen, die gemäß dem Landesentwicklungsplan Bayern (LEP) zum ländlichen Raum gehören. Alle Kommunen des ländlichen Raums wurden bereits kontaktiert. Die Teilnahme an den drei Befragungen ist online über die Projektwebsite möglich (www.heimatprojekt-bayern.de). Für die Vertiefungsprojekte wird das Projektteam unterschiedliche Personen und Organisationen in ganz Bayern kontaktieren. Warum lohnt es sich mitzumachen? Mit dem Forschungsvorhaben werden für Bürger und Politik Erkenntnisse über die Gemeinwohlorientierung in den ländlichen Regionen erarbeitet, systematisiert und vergleichend ausgewertet. So kann der soziale Zusammenhalt besser sichtBayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat bar gemacht und weiterentwickelt werden. Die Ergebnisse werden laufend auf der Projektwebsite zur Verfügung gestellt, so dass alle Interessierten sich selbst ein Bild machen können. Der Ergebnisbericht aus der ersten und zweiten Bürgerbefragung sowie eine Ergebnisbroschüre aus dem ersten, zweiten und dritten Vertiefungsprojekt können bereits online eingesehen werden. Eine Abschlussveranstaltung mit dem Bay. StMFH zum Projektende bietet die Möglichkeit, die Ergebnisse gemeinsam zu diskutieren. Wann geht es los? In der dritten Befragung geht es um die Gemeinwohlorientierung und Engagement. Die Teilnahme ist ab dem 17. September 2025 möglich. Ab diesem Tag kann die Befragung über die Projektwebseite aufgerufen werden. Die Teilnahme ist dann bis zum 17. Oktober 2025 möglich. Wo gibt es mehr Informationen zum Projekt? Ausführlichere Informationen gibt es auf der Projektwebseite: www.heimatprojekt-bayern.de Wer ist für das Projekt verantwortlich und wie kann man Kontakt aufnehmen? Projektleitung: Prof. Dr. Sabine Fromm, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm Kontakt: Per E-Mail: heimatprojekt-bayern@th-nuernberg.de „Streuobst für alle!“ Streuobstwiesen zählen mit bis zu 5000 Tier- und Pflanzenarten zu den absoluten Hot-Spots der Artenvielfalt. Sie sind nicht nur ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, sondern tragen auch dazu bei, die Kulturlandschaft zu erhalten und die Biodiversität zu fördern. Das bayerische Förderprogramm „Streuobst für alle!“, das über das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz abgewickelt wird, zielt darauf ab, den derzeitigen Bestand an wertvollen Streuobstbäumen in Bayern zu fördern und weiter auszubauen. Allein in der Oberpfalz wurden in den vergangenen zweieinhalb Jahren über 12.000 Obst-Hochstammbäume neu gepflanzt, die mit „Streuobst für alle!“ gefördert wurden. Das Programm richtet sich an Kommunen und Vereine, die aktiv, beispielsweise im Rahmen einer gemeinschaftlichen Pflanzaktion, den Streuobstbestand ausbauen möchten. Dies kann sowohl im Garten als auch in der Flur erfolgen, es können einzelne Bäume gepflanzt bis hin zu ganzen Streuobstwiesen neu angelegt werden. Gefördert wird der Kauf von Streuobstbäumen verschiedenster heimischer Arten und Sorten - von A wie Apfel bis Z wie Zwetschge - mit bis zu 45 Euro der Bruttokosten je Baum. Die Mindest- bzw. Maximalanzahl an Streuobstbäumen pro Förderantrag beträgt zehn beziehungsweise 100 Bäume. Kommunen und Vereine können ihre Anträge digital beim ALE Oberpfalz stellen und die Bäume zur Pflanzung auch an Privatleute weitergeben. Ansprechpartner am ALE Oberpfalz ist Hermann Zierer (Telefon 09631/7920-332 oder E-Mail an hermann.zierer@ale-opf.bayern.de). Amt für ländliche Entwicklung Oberpfalz
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