Schweppermannsbote September 2025

39 Auch wurde der Todestag auf ein Tag später gelistet. Also nicht 21. April sondern 22.April 1945. Auch hier könnte ein Schreibfehler vorliegen. Nun könnte man meinen es kann ein anderer Soldat sein, aber hier stimmt das Geburtsdatum überein und ein anderer Gerhard Bösel oder jemand mit ähnlichen Namen, ist weder in der Gedenkhalle noch auf den Grabplatten zu finden. Auf meiner Anfrage beim Stadtarchiv, Sondershausen erfuhr ich Folgendes: Gerhard Bösel war zum Zeitpunkt seines Todes 17 Jahre alt. Geboren 14. Februar 1928 in Jecha, ein Vorort von Sondershausen. Dieser Ort wurde inzwischen nach Sondershausen eingemeindet. Er war das Älteste von insgesamt 10 Kindern der Eheleute Martha und Albert Albin Karl Bösel. Da über die Hälfte seiner Geschwister das Erwachsenenalter nicht erreichten, ist es schwierig Verwandte zu finden oder ein Foto zu bekommen. Und doch hat diesen Soldat auf einer anderen Art und Weise ein Gesicht bekommen. Quellen:  Bundesmilitär-Archiv, Berlin  Christine Most Stadtarchiv, Sondershausen Ein Kreuz an der B299 (Fortsetzung) von Heimatpflegerin Sabine Palesch Wie heißt es doch so schön: „Kommt Zeit, kommt Rat“. Im Fall des Kreuzes an der B299 bei Sankt Lampert sogar mehrmals. Wir erinnern uns an zwei namentlich genannte und einen namentlich ungenannten deutschen Soldaten, die bei einem sinnlosen Einsatz am 21.04.1945 ums Leben kamen. Während ich über einen der genannten Soldat schnell etwas herausfand, blieb der zweite Genannte noch einige Zeit im Dunkeln. Doch Aufgeben war keine Option. Leider habe ich den Namen auf Grund abgeblätterter Farbe falsch gelesen. Nicht Gerhard Roesl (Rösl), sondern Gerhard Boesl (Bösel) war gemeint. Jetzt hatte ich bei erneuter Anfrage beim BundesmilitärArchiv in Berlin mehr Glück und dieser Soldat wurde endlich greifbar. Der durch ein Kopfschuss gefallene Gerhard Bösel mit dem Dienstgrad eines Grenadiers wurde zuerst auf dem Friedhof Pfaffenhofen in einem Sammelgrab beigesetzt, später exhumiert und zur Kriegsgräberstätte Hofkirchen überführt Davon wollte ich mich nun persönlich überzeugen und trat eine Dienstreise nach Niederbayern an. Tatsächlich wurde ich fündig und hier ist der Soldat - was verwundert - als Gerhard Böst aufgelistet. In der Gedenkhalle genauso wie auf der Grabplatte. Altes aus Kastl

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