Schweppermannsbote September 2025

38 zehn Jahre bis zu einer Summe von 120.000 Euro für den Heizungstausch und andere energieeffiziente Maßnahmen beantragt werden. Die Voraussetzungen sind ein selbstbewohntes Eigenheim und ein maximales Jahresbruttoeinkommen von bis zu 90.000 Euro. Manche Bundesländer und Kommunen bieten darüber hinaus noch eigene Förderprogramme von bis zu 2.000 Euro an. „Alternativ zur KfW-Förderung kann eine Steuerermäßigung von 20 Prozent genutzt werden“, darauf weist die Lohnsteuerhilfe Bayern hin. Für Eigenheimnutzer, deren Haus älter als zehn Jahre alt ist, sind bis zu 40.000 Euro drin. Die Anschaffungskosten werden dabei auf drei Jahre verteilt. Vorausgesetzt wird eine Bescheinigung des Fachunternehmens. Die Kosten für eine Energieberatung sind zur Hälfte und sofort absetzbar. Alt gegen neu: Was spricht dafür, was dagegen? Die Wahlfreiheit bei der Heizungstechnologie ist heute schon gegeben und die Möglichkeiten klimafreundlich zu heizen sind mit verschiedenen Wärmepumpen, Pelletheizung, Solarthermie, Hybridheizungen und H2-ready-Heizungen mannigfaltig. Die Wahl der richtigen Heizung hängt von den Umbaumöglichkeiten im Gebäude und den Anschaffungskosten ab, über die ein Fachmann Auskunft erteilen kann. Es ist zudem sinnvoll, die energetische Situation des Hauses insgesamt überprüfen zu lassen, denn manchmal sind andere energetische Maßnahmen, wie eine bessere Dämmung, sinnvoller. Weiterhin sollten die Pläne der Kommune bezüglich eines Anschlusses an ein Fernwärmenetz in Betracht gezogen werden. Es macht Sinn nachzufragen, ob und wann das im betroffenen Stadtviertel möglich sein könnte. Damit erhalten Hauseigentümer die Gewissheit, ob sie auf eine eigene Lösung setzen müssen. In Großstädten müssen die kommunalen Pläne jedoch erst ab Mitte 2026 und in kleineren Städten ab Mitte 2028 vorliegen. Die steigenden Preise für Energiekosten werden alljährlich den Druck erhöhen, die Heizung auszutauschen. Angesichts der CO2-Preis-Entwicklung und der einmalig hohen Förderquoten, bieten modernere Heizsysteme langfristig wirtschaftliche Vorteile. Eine Wärmepumpe z.B. senkt die Heizkosten im Vergleich zu einer Erdgas- oder Ölheizung im Schnitt um 30 bis 45 Prozent und bietet einen drei- bis fünffachen höheren Wirkungsgrad. Zudem fördern die neuen Technologien die Unabhängigkeit vom Energiemarkt. Ab 2027 müssen auch Privatpersonen CO2-Emissionszertifikate kaufen, wenn sie mit fossilen Brennstoffen heizen. Die Kosten hängen vom eigenen CO2Ausstoß und der Anzahl der verfügbaren Zertifikate ab. Da die Anzahl der Zertifikate begrenzt ist, wird der Preis zwangsläufig immer weiter steigen. Wenn die Heizung schon sehr alt ist oder Probleme macht, sollten die derzeitigen Förderungen auf jeden Fall mitgenommen werden. Eine Planungssicherheit besteht bis zum Ende des Jahres, daher sollte schnell gehandelt werden. Aufgrund der Zuschüsse sind die Unterschiede bei den Anschaffungskosten geringfügiger geworden, so dass über einen Austausch einer noch gut laufenden Heizung nachgedacht werden sollte. Der Umstieg auf nachhaltigere Energiequellen ist in vollem Gange und spätestens ab 2045 ist der Betrieb einer Heizung mit fossilen Energieträgern dann verboten. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis eine effizientere und wirtschaftlichere Heizung ins Haus einziehen wird. Wie viel kommt vom Urlaubsgeld bei Angestellten an? Die Ferienzeit steht an und damit die große Welle der Urlaubsreisen. Viele Arbeitnehmende bekamen mit ihrem Junigehalt ihr Urlaubsgeld ausbezahlt. Ein willkommener Zuschuss für die zusätzlichen Freizeitausgaben, die erst einen Tapetenwechsel ermöglichen. Letztes Jahr waren es 1.644 Euro im Durchschnitt. Je nach Branche und Unternehmensgröße werden zwischen 150 Euro bis zu einem vollen Bruttomonatsgehalt ausbezahlt. „Doch das Glücksgefühl wird meist gesenkt, wenn man sieht, wie viel vom Urlaubsgeld tatsächlich auf dem Konto gelandet ist“, erklärt Tobias Gerauer von der Lohnsteuerhilfe Bayern. Wer bekommt Urlaubsgeld, Herr Gerauer? Während das Urlaubsentgelt die normale Lohnfortzahlung während Urlaubstagen darstellt, ist das Urlaubsgeld eine einmalige Sonderzahlung. Es handelt sich dabei um eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers, es sei denn, dieses ist im Tarifvertrag festgeschrieben. In welcher Höhe das Urlaubsgeld ausbezahlt wird, kann neben dem Tarifvertrag der Betriebsvereinbarung oder dem Arbeitsvertrag entnommen werden. Chefs können aber auch ohne Vereinbarung spontan ein Urlaubsgeld an ihre Mitarbeitenden ausschütten, um deren Leistungen anzuerkennen und ihnen Wertschätzung zu zeigen. Muss das Urlaubsgeld versteuert werden? Das Finanzamt verdient am Urlaubsgeld selbstverständlich mit. Es zählt als Einkommen und ist somit voll steuerpflichtig. Neben der Lohnsteuer fallen gegebenenfalls auch der Soli oder die Kirchensteuer sowie die Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung an. Das Urlaubsgeld wird aber nicht wie der reguläre Lohn versteuert. Es handelt sich um eine Sonderzahlung, die nicht als fortlaufender Lohn, sondern als „sonstiger Bezug“ versteuert wird. Auch wenn es zusammen mit dem regulären Monatsgehalt überwiesen wird. Mit welchem Nettobetrag kann gerechnet werden? Da das Gehalt im Monat der Auszahlung höher als gewöhnlich ist, fallen aufgrund der Steuerprogression logischerweise höhere Steuern an. Die Berechnung der Steuern und Sozialabgaben ist etwas komplizierter. In folgendem Beispiel lässt sich das Ergebnis ablesen: Eine verheiratete Person in Steuerklasse 3 hat ein monatliches Bruttogehalt von 4.000 Euro. Das Urlaubsgeld Ende Juni beträgt einmalig 2.000 Euro. Nach Abzug aller Steuern und Sozialabgaben bleiben dem evangelischen Beschäftigten in Berlin von seinen 2.000 Euro Urlaubsgeld nur 1.142 Euro übrig. Insgesamt bekommt er im Juni 4.046 Euro auf sein Gehaltskonto überwiesen. Würde sein regulärer Monatslohn im Juni 6.000 Euro brutto betragen, würden im Vergleich dazu netto 4.055 Euro auf seinem Konto landen.

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